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Von: Michael Lippitsch

Bud Spencer Die Legende lebt (Ausgabe XVII / 2011)

Für viele ist er der Held ihrer Kindheit und Jugend: Der italienische Schauspieler Bud Spencer.

Der große Dicke mit dem Vollbart, der die Schwachen beschützt und den Bösen eins überzieht, heißt eigentlich Carlo Pedersoli und wurde in den 70er Jahren an der Seite seines Filmpartners Terence Hill durch Komödien wie „Vier Fäuste für ein Halleluja“ oder „Zwei Himmelhunde auf dem Weg zur Hölle“ weltberühmt. Nun hat der mittlerweile 81-Jährige in Berlin seine Autobiografie vorgestellt. LIVING CULTURE war dabei.

„Mein Leben, meine Filme“ heißen Bud Spencers Lebenserinnerungen in der deutschen Übersetzung und das Buch hat innerhalb kürzester Zeit geschafft, womit im Vorfeld wohl auch die größten Fans des schlagkräftigen Neapolitaners nicht gerechnet hätten: Es kletterte auf Platz 1 der SPIEGEL-Bestsellerliste. Nicht nur das Publikumsinteresse an dem italienischen Filmstar ist also nach wie vor ungebrochen, auch der Journalistenansturm in Berlin war riesig, als Bud Spencer im Berliner Regent Hotel seine Memoiren präsentierte und der Presse Rede und Antwort stand. Spencers Sohn Giuseppe Pedersoli, der als Filmproduzent in Italien und Amerika arbeitet, begleitete seinen Vater in die deutsche Hauptstadt und war auch dabei, als Bud Spencer in einem Berliner Einkaufszentrum zirka 1.500 geduldigen Fans Autogramme schrieb und von Menschen aller Altersstufen wie ein Popstar empfangen wurde. Zwei weitere Autogrammtermine gab es auch in Hamburg und Bremen, wohin es sogar noch mehr Fans zog als in Berlin. In der Bremer Innenstadt kam zeitweise der öffentliche Verkehr aufgrund der langen Schlangen an Bud-Spencer-Anhängern vor dem Veranstaltungsort zum erliegen. Diese lebende Legende des europäischen Kinos einmal in natura zu sehen, wollte sich niemand entgehen lassen. Und Bud Spencer zeigte wahre Star-Qualitäten – und erfüllte jeden Autogrammwunsch. Überhaupt ist Ruhestand für den 81-jährigen Schauspieler, der in Rom lebt, ein Fremdwort. Erst letztes Jahr brachte Spencer in Italien eine neue Krimiserie ins Fernsehen: „I delitti del cuoco“ (zu deutsch etwa: „Die Verbrechen des Kochs“) - produziert von seinem Sohn Giuseppe. Darin ist Bud Spencer als pensionierter Kriminalkommissar zu sehen, der auf Ischia als Koch arbeitet, es allerdings nicht lassen kann, sich in die Arbeit der örtlichen Polizei einzumischen. In Italien war die Serie ein Erfolg, im deutschsprachigen Raum wurde sie bislang noch nicht gezeigt. „Ich weiß nicht, ob diese Serie ins deutsche Fernsehen kommt“, sagte Bud Spencer zu LIVING CULTURE auf der Berliner Pressekonferenz.

„Aber wenn ein deutscher Sender die Serie
kauft, wäre das schön.“ Auf die Frage, welche neuen Filmpläne er schmiede, antwortete Spencer: „Ich würde gerne einen neuen Plattfuß-Film machen!“ Neben den gemeinsamen Filmen mit Terence Hill war Bud Spencer mit der vierteiligen „Plattfuß“-Kinoreihe, in der er einen neapolitanischen Kommissar gibt, am erfolgreichsten. Ein Comeback in dieser Rolle wäre ein schönes Geschenk für seine Fans. Die bejubeln aber einstweilen noch Spencers Autobiografie, in der der Star interessante Einblicke in die Zeit gibt, bevor es ihn zum Film verschlagen hat. Da war Bud Spencer – damals noch unter seinem bürgerlichen Namen Carlo Pedersoli bekannt – Schwimmer bei den Olympischen Spielen, arbeitete in Südamerika beim Bau der Panamericana-Straße mit und begann ein Chemie- und Jus-Studium, schloss aber nie ab. Dass Bud Spencer promovierter Jurist ist, ist nur ein Gerücht. Sein Publikum dankt es ihm. Viel lieber als im Gerichtssaal sehen wir Bud Spencer auf der Kinoleinwand und auf den Fernsehbildschirmen.

Zitat:

In der Bremer Innenstadt kam zeitweise der öffentliche Verkehr aufgrund der langen Schlangen an Bud-Spencer-Anhängern vor dem Veranstaltungsort zum erliegen.

 


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