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Text & Foto: Michael Lippitsch

Mallorquinischer Künstler Miquel Barceló in Wien zu sehen

Das BA-Kunstforum in Wien widmet seine neue Schau dem aus Mallorca stammenden Maler und Bildhauer Miquel Barceló. Der Spanier der etwa bei der documenta 7 in Kassel vertreten war oder für den Genfer UNO-Sitz ein 1400 Quadratmeter großes Deckengemälde gestaltete ist das erste Mal mit einer großen Ausstellung in Österreich zu sehen.

"Es gibt keine einheitliche Handschrift, keinen eindeutigen Wiedererkennungswert bei Miquel Barceló, sondern man findet immer neue überraschende Kapitel in seinen Werken", sagte Kurator Florian Steininger bei der Pressekonferenz zur Ausstellungseröffnung. Von der Vielfältigkeit der Arbeit des auf Mallorca und in Paris lebenden Barceló kann man sich nun bis 10. März 2013 im BA-Kunstforum ein Bild machen. Da begegnen einem Meerestiere, ein furchteinflößender weißer Gorilla am Strand, Stierkampfszenen, Landschaften, eine Karte von Mallorca, schäumendes Meer, dann plötzlich verstörende Portraits geisterhafter Gestalten. In vielen Bildern stehen die Früchte der Erde, Obst und Gemüse im Mittelpunkt, wie etwa in dem großformatigen "Paprika und Tomaten".
Die Grenze zwischen Barcelós Malerei und seinen Skulpturen ist nicht immer eindeutig; oft ragt etwas über den Bildrand hinaus oder wölbt sich dem Betrachter entgegen, überreife Früchte scheinen fast zu platzen. Sieht man im nächsten Bild das Verfaulen der Nahrungsmittel, steht das wohl für die Vergänglichkeit des Lebens an sich. Verderben und Tod werden in Form eines monumentalen Zündholzes mit einem Totenschädel als Zündholzkopf dargestellt.
"Barcelós Malerei und Bildhauerei stellt sich als ständig wandelndes System dar, als ein offener Kosmos zwischen Leben und Tod", heißt es im Pressetext. Neben Lehm, Ton, Erde und Ölfarben als Materialien kann es bei Barceló schon einmal vorkommen, dass er die Asche aus dem Kamin in seine Werke einarbeitet oder Termiten seine Bilder zerfressen lässt, um zu sehen, was von der Natur am Schluss übrig gelassen wird.


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