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Von: Michael Lippitsch; Fotos: Christian Klein

Nora Tschirner dreht mit Kindern und Tieren (Ausgabe XX / 2012)

In der Filmbranche gibt es einen alten Spruch, der sogar angeblich von Alfred Hitchcock stammt: „Drehe nie mit Kindern und Tieren!“ Nora Tschirner, die spätestens seit „Keinohrhasen“ und „Zweiohrküken“ mit Til Schweiger ein absoluter Star ist, verrät LIVING CULTURE, warum das bei ihrem aktuellen Film kein Problem ist.

„Ich glaube, wenn man mit beiden dreht – also mit Kindern UND Tieren – dann hebt sich das wieder auf“, lacht Nora Tschirner am Set des Weihnachtsfilms „Das Pferd auf dem Balkon“, der in Wien und Niederösterreich gedreht wird. Die Stars des Films sind der 9-jährige Enzo und die 11-jährige Nataša, sowie der Hengst „Sir Jasper Command“. Nora Tschirner spielt eine junge Mutter, die mit ihrem Sohn in einem Wiener Gemeindebau lebt. Eines Tages ist ein lautes Wiehern im Hof des Gemeindebaus zu hören – auf dem Balkon des Nachbarn steht plötzlich ein Pferd. Und damit beginnt ein Abenteuer für die ganze Familie, das Weihnachten 2012 in die österreichischen Kinos kommt. „Ich spiele allerdings keine Österreicherin“, sagt Nora Tschirner im exklusiven Gespräch mit LIVING CULTURE. „Meine Figur ist eine deutsche Mutter, die in Wien lebt. Ich habe zwar einmal für eine Comedy-Serie eine Österreicherin gespielt, aber das war nicht ernst gemeint. In diesem Film wäre das nicht möglich, man würde mir die Österreicherin nicht abkaufen“, meint Tschirner, die 1981 in Ost-Berlin geboren wurde. Ihre beiden jungen Filmpartner hat die Schauspielerin bereits im Sommer getroffen und man ging gemeinsam in den Prater, um sich besser kennenzulernen. „Ich musste mich entscheiden, ob ich mit den Kindern in den Tiergarten oder in den Prater gehe – das war die schwerste Entscheidung meines Lebens, da ich beides wahnsinnig gern habe. Ich habe mich dann für den Prater entschieden und wir sind Achterbahn gefahren. Nataša redet heute noch von unserem Prater-Ausflug. Und danach haben wir sehr viel geprobt, bevor die richtigen Dreharbeiten losgingen. Ich finde Proben immer wichtig, aber mit Kindern ganz besonders“, erzählt Nora Tschirner über die Besonderheiten eines Filmprojekts mit Kindern in den Hauptrollen. Dass ihre beiden jungen Kollegen, die das erste Mal in ihrem Leben vor der Kamera stehen, durch das Kino-Projekt abheben, glaubt Tschirner auf keinen Fall. „Enzo und Nataša haben so tolle Familien und auch noch Geschwister, die heben bestimmt nicht ab. Wo ich ein Problem sehen würde, ist, wenn die beiden von jetzt an dauernd Filme drehen würden. Meist ist es ja so, dass wenn Kinder Filme machen, die Dreharbeiten in den Sommerferien stattfinden und dann ist der ganze Sommer weg. Das halte ich für schwierig, denn Ferien sind für Kinder sehr wichtig. Aber bei Enzo und Nataša mache ich mir keine Sorgen. Beide haben neben dem Filmen noch so viele Interessen! Enzo nützt die Pausen zum Beispiel zum Fußballspielen und Nataša interessiert sich am Set mehr dafür, was mit den Tieren los ist.“ Das wollten wir natürlich auch wissen – schließlich fand unser Interview in einem Reitstall südlich von Wien statt, wo an diesem Tag mit mehreren Pferden gedreht wurde. Und so führte uns Nora Tschirner noch persönlich zu den Stallungen und stellte LIVING CULTURE auch ihre tierischen Filmkollegen vor. Wie ein Pferd allerdings auf einen Wiener Gemeindebau-Balkon kommt, wollte uns keiner der Beteiligten verraten. Die Auflösung gibt’s erst im Kino, wobei bereits über einer Fortsetzung zu „Das Pferd auf dem Balkon“ nachgedacht wird.


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