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Von: Monika Wogrolly

Simply Frank (Ausgabe XVII / 2011)

Going to Stronach in Aurora, Canada

Ich bin noch im Jetlag. Oder es ist Einbildung, so wie es mir wundersam erscheint, gestern im Restaurant des Magna Golfs mit Kathrin Nachbaur und Frank Stronach gesessen zu sein.
„Do you know Frank Stronach?“, habe ich auf dem Rückflug zu meiner Sitznachbarin, einer jungen Lady aus Ottawa gesagt.
„Everybody knows Frank Stronach“, hatte sie daraufhin entgegnet und die Silben genussvoll skandiert: „E-Very-bo-dy…“ 

Kathrin Nachbaur, Franks rechte Hand, könnte ebenso als „neue Marylin“ durchgehen. Zu dieser Frau fällt mir nur ein, unglaublich…beautiful and most intelligent. Am 2. Tag in Toronto mit meinem Automatik-Car hatte ich mich so weit assimiliert, dass ich schon englische thoughts gehabt habe. Meinem Ruf als Germanistikabsolventin wird der Aufenthalt nicht schaden, beibt zu hoffen. Was suchte ich überhaupt in Kanada?

Mit einem Ball begann’s: Frank Stronach nahm auf der Opernredoute 2011 den LIVING CULTURE Gentleman Award entgegen. Und zwar durfte ihn ihm Franzobel, der Vorjahres-Gentleman, im Blitzlichtgewitter der Pressefotografen überreichen. Mit dabei Beatrix, Trixie Karl, unsere Ministerin und meine Freundin aus „Zukunft-Steiermark“-Tagen. Frank lud uns, ganz Gentleman, nach Oberwaltersdorf ein. Mit einer dortigen Kellnerin, süße 19 Jahre jung und frisch erblondet, würde ich wenige Monate später durch Regenkapuzen getarnt, auf der „Maid of the Mist“, dem chiquen Schiff vor den Niagarafällen vor Begeisterung laut quietschen.

Kreativität made by Stronach: Und dann Frank. Seine Projekte. Seine Ruhe. Sein Charme. Sein Chauffeur. Sein Golfclub. Seine Familie. Sein Cowboyhut. Seine Angestellten. Sein Unternehmen. Seine Philosophie. Sein Geld. Sein Geld. Hier droht es mir schwindelig zu werden, denn während ich neben Frank sitze und mich in Kathrins Lächeln sonne, schwirren mir Zahlen im Hirn herum und der Rat eines österreichischen Chefredakteurs, der mir sagte, ich solle bei meinem Besuch schlicht und ergreifend fragen, was Frank Stronach mit seinem Geld anstelle. Und Frank ordert gerade höflich, interessiert am Leben der Kellnerin, voller Respekt, Frank ordert bescheiden Pasta. Kathrin, Kathrins Freundin und ich bestellen Octopus-Carpaccio.

Frank bemerkt alles. Ihm entgeht nichts. Mit jeder Hautpore, die mir auch aus der Nähe noch so verdammt jung erscheint, nimmt er die Welt in sich auf, filtert dieser Mann mit dem gigantischen Sensorium Eindrücke, evaluiert Umwelteinflüsse und…kreiert neue Projekte, die die Welt verbessern. So zum Beispiel den Magna Hoedown, ein Riesen Cowboyfest mit 4000 Gästen, der größte Fundraiser für caritative Einrichtungen in der ganzen Region.

Es ist beruhigend, reich zu sein? Diese Frage wirft sich auf wie die halluzinatorischen Berge im Flachland von Aurora, wo der Golfclub steht. Er schießt wie ein Schmuckstück, ein Monument der schönen Baukunst gen Himmel. Und an diesem strahlenden Tag wünschte ich, in Kathrin Nachbaurs Haut zu stecken und klug zu sein, klug genug, diesem Mann auf Schritt und Tritt folgen zu dürfen. Und ihm auch in unwegsame Gefielde und Abgründe seiner zielstrebigen Suche nach dem verlorenen Glück des Menschen und der menschlichen Gesellschaft zu folgen.

„Noch Rotwein?“ Sobald die Kellnerin naht, die er mit Vornamen anspricht wie all seine niemals >untergebenen< Mitarbeiter, switchen Kathrin und Frank to English. Ich finde das insgeheim großartig. Diese Haltung des Mannes und der Frau an meinem Tisch werten Menschen auf und verpassen Kellnerinnenseelen die notwendigen Streicheleinheiten, die in einer stetig verrohenden Gesellschaft häufig fehlen.

Frank steuert dieser Inflation der Gefühle entgegen: Er bringt sein „E-Boat“ auf Kurs und setzt die Segel, auf denen steht: „Wo ist der „Es werde Licht-Schalter“, der die verdunkelte Welt erhellt“.

Aber Frank will nicht Gott spielen. Er ist nur kreativ. Er kreiert und gestaltet, wovon andere nicht zu denken oder träumen wagen. Hier bin ich wie im Märchen, sind Träume wahr. Und schwingt, wie Zikadengesang, eine Ruhe in der Luft. Die Ruhe des Mächtigen, der den anderen die Ohnmacht nehmen will und der Goldenen Regel entgegen wirken: Wer das Gold hat, macht die Regeln, hat die Macht. Frank Stronach hat jetzt nur ein Ziel: Ökonomische Unabhängigkeit für die Menschen als Basis für Demokratie.)

Zitat:

Frank will nicht Gott spielen.
Er ist nur kreativ.
Er kreiert und gestaltet, wovon andere nicht zu denken oder träumen wagen


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