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Von: Lukas Wogrolly

Teatro Verdi (Ausgabe XVII / 2011)

Im Teatro Verdi in Triest besuchten wir eine aktuelle Inszenierung von „Lucia di Lammermoor“.

Wie vor drei Jahren die neapolitanische Sopranistin Valeria Esposito in Graz, so vermag auch die Florentiner Sopranistin Paola Cigna in ihrer Rolle der Titeldarstellerin zunächst, in den beginnenden Arien, nicht komplett zu überzeugen, ihre Stimme wirkt etwas gläsern koloriert. Dieser Anfangseindruck vergeht allerdings im Laufe der Oper, sodass Cignas Stimme immer besser zur Geltung kommt. Vor allem in der berühmten Szene im letzten Abschnitt, in der Lucia dem Wahnsinn verfällt, geht Cigna, so wie auch schon Esposito in Graz vor über drei Jahren, voll und ganz in ihrer Rolle auf. Auch die drei männlichen Hauptdarsteller, Marcin Bronikowski als Lord Enrico Ashton, Jean François Borras als Sir Edgardo und Dario Russo als Raimondo, überzeugen in ihren Auftritten und allgemein betrachtet kann man diese Interpretation von Giulio Ciabatti am Teatro Verdi in Triest als vollen Erfolg bezeichnen; das Triestiner Publikum applaudierte begeistert auch dem Orchester unter der Leitung von Dirigent Julian Kovatchev.
Bemerkenswert für diese besondere Darstellung ist der unebene, mit künstlichen „Steinen“ versehene Bühnenboden, der die britannische Wildnis, wo die Romanvorlage für die Donizetti-Oper „The Bride of Lammermoor“ von Sir Walter Scott angesiedelt ist, perfekt widerspiegelt. Dieses Bühnenwerk war die letzte Inszenierung der regulären Opern- und Ballettspielzeit im Triestiner Teatro Verdi, die traditionell von Mitte November bis Mitte Juni dauert. Jedoch auch außerhalb dieser Zeit sind musikalische Glanzlichter an der Tagesordnung. Von September bis November stehen große Symphoniekonzerte auf dem Programm, besonders bedeutend allerdings ist das alljährlich im Juli stattfindende Operettenfestival, für das Triest weit über die Grenzen hinaus bekannt ist.

Die 42. Auflage bietet von 12.-31.7. 2011 folgende Inhalte: Eine Nacht in Venedig, La metamorfosi di una gatta, Die Dreigroschenoper, Viva l’Italia.

Infos auch in deutscher Sprache unter:
www.teatroverdi-trieste.com


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