schließen

4 JAHRE VIZEBÜRGERMEISTER MARIO EUSTACCHIO - EINE BILANZ


Text und Fotos: FPÖ Graz - Büro Vizebürgermeister Mario Eustacchio
Seit April 2017 ist Mario Eustacchio (FPÖ) Vizebürgermeister der Stadt Graz. Zeit, ein Resümee zu ziehen.

Herr Eustacchio, Sie waren die letzten vier Jahre Vizebürgermeister von Graz. Auf welche Erfolge sind Sie besonders stolz? Wo sehen Sie noch zusätzlichen Verbesserungsbedarf? Was ist sich zeitlich nicht ausgegangen?

Insbesondere im Tierschutz und in den Gemeindewohnungen konnten wir in den vergangenen Jahren unglaublich große Fortschritte machen. Die Wartezeit von bis zu zwei Jahren in den Grazer Gemeindewohnungen wurde beispielsweise auf nur wenige Tage reduziert und alte Wohnungen wurden aufgewertet. Im Tierschutz wurden Akzente gesetzt, die österreichweit einzigartig sind: Wir sind die einzige Stadt in Österreich, die für Bauern in und um Graz ein eigenes Rehkitzdrohnenservice anbieten kann. Gegen Giftköder im Stadtgebiet konnten wir ein Maßnahmenpaket auf den Weg bringen und die Hundesteuer konnten wir abschaffen.

Im Tierschutz und bei den Gemeindewohnungen gibt es auch noch zahlreiche Projekte, die ich auch in Zukunft sehr gerne vorantreiben würde. Die Modernisierung der Grazer Gemeindewohnungen und der Ausbau der Tierschutzorganisation in Graz wird auch über die nächsten Jahre eine zentrale Bedeutung haben. Als besonders wichtiges Projekt für unsere Stadt möchte ich die „Styriarche“, ein Ausbau und eine Aufwertung eines der größten Grazer Tierheime, hervorstreichen. Hier entsteht ein Tierheim, das weit über Graz hinaus neue Maßstäbe setzen wird und ein wichtiger Akzent für mehr Tierwohl sein wird. Bis dieses Projekt fertiggestellt sein wird, wird aber noch einiges an Zeit vergehen.

Sie sind auch Märktestadtrat und damit für die Bauernmärkte der Stadt verantwortlich. Was konnte hier in den letzten Jahren bewegt werden?

Unsere Grazer Bauernmärkte zeichnen sich durch ihre Qualität aus. Wer auf einem städtischen Markt kauft, kann sich sicher sein, dass sämtliche Produkte direkt in der Region produziert werden.
In den letzten Jahren konnten wir insbesondere die beiden zentralen Märkte am Kaiser-Josef Platz und am Lendplatz sanieren. Am Kaiser-Josef Platz wurden beispielsweise unterirdische Müllcontainer installiert und auf eine ausreichende Begrünung am Platz geachtet. Am Lendplatz konnten wir die Markthalle generalsanieren und neue Marktstandln errichten. Als nächstes steht der Hofbauerplatz an: Die Planungen laufen dazu bereits auf Hochtouren.

Graz wächst. Dafür werden auch immer mehr Wohnungen benötigt. Wie können wir es schaffen, dass es ausreichenden und leistbaren Wohnraum gibt und gleichzeitig nicht zu viel Grünflächen verloren gehen?

Wir müssen das Prinzip der Wohnbauförderung grundsätzlich überdenken. Es ist unverständlich, dass nur Neubauten, aber nicht die Sanierung von bereits bestehenden Wohnungen gefördert wird. Es muss nicht immer der gefördert werden, der neu baut, sondern auch der, der alte Wohnungen wieder zugänglich und bewohnbar macht. Zusätzlich braucht es lokale Baustopps in Bezirken, die gerade besonders stark verbaut werden. Hier ist seit einiger Zeit jedes Maß und Ziel einer vernünftigen Stadtentwicklung verloren gegangen. Hier müssen wir als Stadt die Notbremse ziehen und insbesondere in der Infrastrukturentwicklung, beispielsweise beim Öffi-Ausbau nachholen.

Die Verkehrssituation in Graz ist für viele Menschen alles andere als zufriedenstellend. Wo sollte man Ihrer Meinung nach ansetzen?

Ich glaube, dass wir ein sehr großes Potential in der Stadt heben können, wenn wir Parkplätze möglichst unter die Erde verlegen und den neu gewonnenen Platz für neue Radwege oder Fußwege nutzen. Aber auch der fließende Verkehr sollte, dort wo es möglich ist stärker unterirdisch geführt werden. Als konkreten Plan konnte ich erst kürzlich eine Untertunnelung der beiden Murufer präsentieren. Wir würden damit riesige, attraktive Flächen an der Oberfläche gewinnen und die Stadt bliebe auch weiterhin für den Autoverkehr geöffnet.

Den Ausbau der Öffis müssen wir selbstverständlich konsequent weiter vorantreiben und den Menschen eine attraktive Alternative zum Auto anbieten.