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Die Wiedereröffnung des K.u.K. Hofzuckerbäckers DEMEL in Wien - Eine Geschichte in 3 Akten


Text und Fotos: Lukas Wogrolly / Living Culture
Am 19. Mai 2021 durfte die Gastronomie in Österreich nach über sechs Monaten Lockdown wieder aufsperren. LC Chefredakteur Lukas Wogrolly besuchte daher sein Lieblingslokal. Und machte sich dazu ausführlich Gedanken: vor, während und nach seinem Besuch.

DIE WIEDERERÖFFNUNG DES DEMEL - TEIL 1 - 19. Mai 2021 - Eine Recherche über Wien aus Graz 

Im Wintergarten des Café Landtmann isst der ÖVP Abgeordnete Martin Engelberg sein Butterbrot. Im Innenbereich trifft sich seine Parteikollegin Tourismusministerin Elisabeth Köstinger. Im Café Frauenhuber lädt der Wiener Bürgermeister Michael Ludwig zu einem Pressetermin. Im Café Hummel, Café Ritter, im Café Museum, im Café Prückel, im Café Ministerium. Nahezu überall wird gepostet, wir haben wieder offen. Fröhliche Gesichter überall an diesem 19. Mai 2021, dem ersten Tag der Öffnung der Gastronomie seit über einem halben Jahr. Das Hotel Sacher postet in den Sozialen Medien ein lebendiges Wiedereröffnungsvideo.

Nur vom Demel hört man nichts, weder in den Sozialen Medien noch in sonstigen Medien, noch allgemein im Internet, an diesem ersten Öffnungstag seit der schrecklichen Terrornacht vom 2. November des Vorjahres. Lediglich die Homepage wird aktualisiert, dass das Café nicht mehr geschlossen sei und von 10 Uhr bis 19 Uhr geöffnet.

All das war mir dank E-Mail-Verkehr mit den Demel-Eigentümern Do&Co schon vorab bekannt, auch wenn ich an diesem Tag nicht in Wien bin. Warum postet der Demel nichts? Dafür gibt es einige Erklärungen:

1. In der Lockdown-Zeit hat sich beim Demel ein neuer Renner etabliert: Das Schaufenstertheater am Kohlmarkt 14 mit den Kaiserschmarrnköchen. Draußen zuschauen, dann reinkommen, genießen und mitnehmen. Wahlweise mit und ohne Rosinen, einfach "to go" eben. Hält jeder Lockdown-Regelung Stand und sorgte für Abwechslung für die insolierte und in sich gekehrte, physical-distancing-gewohnte großteils einheimische Bevölkerung. War überall in allen Medien, soziale Medien und nicht soziale Medien, Fernsehteams et cetera.  Zumal auch nach wie vor das Tourismusniveau bei weitem nicht dem Vor-Pandemie-Niveau entspricht also ein Muss, so sagte es auch indirekt der Chef Attila Doğudan selbst vor ein paar Monaten, das weitergeführt werden muss. Never change a winning team.

2. Aus 1. Ergibt sich, dass das Aufsperren des Kaffeehausbetriebes nicht so einfach ist in Zeiten wie diesen. Besucherströme gehören getrennt, Abstand muss eingehalten werden. Wer den Kaiserschmarrn to go will, sollte möglichst nicht in Kontakt mit den klassischen Kaffeehausbesuchern kommen. Der Kaffeehausbereich im Erdgeschoß, indoor wie outdoor, ist somit durch die Schaufensterküche und das Take-away blockiert. Bleibt als Lösung der 1. Stock mit seinen weitläufigen Sälen und den großen Fenstern, optimal zum Lüften, zumal es in Zeiten wie diesen nicht allzu kalt mehr werden sollte. Er ist auch über einen separaten Eingang mit separater Stiege zu betreten und kann somit optimal angesehen für Zeiten wie diese. Die Symbiose von Take-away und to stay, vom klassischen Kaffeehausbetrieb und dem Kaiserschmarrn to go, ist also möglich beim Demel.

3. Der Demel hat, zumindest in Vor-Corona-Zeiten, ein primär aus Touristen bestehendes Klientel die ja noch länger nicht so zahlreich sein werden wie vor der Pandemie. Genau deshalb fährt Attila Doğudan mit der Strategie, den Take-away-Bereich trotz Öffnung beizubehalten, in jedem Fall sehr gut.

4. Aus allen bisher aufgezählten Umständen ergibt sich, dass die Bewerbung der Wiederaufnahme des klassischen Kaffeehausbetriebes in allen möglichen Sozialen und klassischen Medien nicht unbedingt zielführend ist. Das Take-away bleibt und es wird nur ein Teil des Gastbereiches aufgesperrt. Am entscheidendsten ist jedoch: Dem Instagram-Kanal von Demel folgen Menschen aus der ganzen Welt. Viele von ihnen können im Moment gar nicht nach Wien kommen. Und gerade Touristen, selbst wenn sie in Wien sind, wissen oft nicht 1:1 genau Bescheid über die strengen Öffnungsauflagen, die seit 19. Mai 2021 in Österreich gelten: Wer ein Kaffeehaus wie den Demel besuchen will, muss entweder Geimpft oder Getestet oder Genesen sein. Was das im Detail bedeutet, ist im Internet nachzulesen, das würde jetzt hier den Rahmen dieses Textes sprengen. Es ist ja schon schwierig beziehungsweise kompliziert genug für die einheimische Bevölkerung, das genau zu erfassen. Und wenn man nun auf Instagram groß posten würde, wir seien wieder geöffnet, würden all jene Touristen die dann zum Demel kommen würden, sich einen unkomplizierten Einlass erwarten, so wie sie ihn immer gewohnt sind. Und nicht diese komplizierten, aber zu 100% nachvollziehbaren Auflagen, wer überhaupt nur hinein darf. Der Schuss würde somit nach hinten losgehen unter Umständen, weil die Enttäuschung über die strenge Regelung, für die ja beim Demel niemand was kann, ihm womöglich noch mehr schaden würde als ohnehin schon die Pandemie ihm geschadet hat.

Ich hingegen bin froh, dass ich überhaupt hinein darf. Doch warum bin ich noch nicht hier, beim Demel? Als größter Fan von allen sozusagen,

1. Ich bin selbst noch nicht in der Kategorie Geimpft, denn zum Zeitpunkt der Wiederöffnung am 19. Mai war meine erste Impfung noch keine 3 Wochen her. Das heißt, ich müsste an diesen Anfangstagen noch einen negativen Test vorweisen, um reinzukommen.

2. Da das allerdings nur mehr für wenige Tage gilt, denn ab 24. Mai, dem 22. Tag seit meiner Erstimpfung, würde ich bereits als Geimpft gelten, spare ich mir den Besuch ganz zu Beginn. Auch um einem möglichen Ansturm, wie er für viele Lokale vorausgesagt wurde, aus dem Weg zu gehen.

3. Ich weile zum Zeitpunkt des 19. Mai in meiner Heimatstadt Graz, werde aber sicher für meine Zweitimpfung am 6. Juni, also zweieinhalb Wochen nach der Wiedereröffnung wieder für die Impfung in der Bundeshauptstadt sein. Und da sind wir auch schon beim Punkt: Nach über sechs Monaten Lockdown inklusive neuer Mutationen ist mir das Risiko ganz zu Beginn noch ein bisschen zu hoch, in ein Lokal zu gehen. Noch dazu in eines wo ich das Wiedersehen zelebrieren will und den Aufenthalt genießen. Und wir alle wissen: Impfschutz geht nicht von heute auf morgen. Je länger mein erster Stich her ist, umso besser bin ich geschützt. Und habe ich erst den zweiten Stich genauso hinter mir, entfaltet sich bald der komplette Impfschutz von fast 90%. Zwar auch nicht sofort, und man ist ohnehin nicht zu 100% geschützt, aber das lassen wir jetzt mal beiseite. Als Kompromisslösung und auch, um sich nicht zu Tode zu fürchten, habe ich mir geschworen: Ich schaue, dass ich fit bleibe bis zur zweiten Impfung. Dann ist bereits eine gewisse Grundimmunisierung gegeben, fünf Wochen nach der Erstimpfung, und ich bin vor schweren Verläufen gut geschützt. Und da bereits die erste Impfung eine Erlösung war, eine Freude, eine Erleichterung dass sich endlich diese leidige Pandemie über einem Jahr nach ihrem Ausbruch dem Ende neigen könnte mit dem wahrgewordenen Impftraum den ich seit dem legendären 15. März 2020 ersehnte, wird es die zweite zur vorläufigen nahezu Komplettimmunisierung erst recht sein. Und somit gebührend zu feiern. Am besten beim Demel, wo sonst. Mit moderatem Alkoholgenuss und auch nur, wenn keine zu starken Nebenwirkungen beziehungsweise Impfreaktionen. Aber dann, wenn beide Stiche geschafft sind, dann zum Demel und dann freue ich mich auf ein großes Wiedersehen.

Doch wie wurde dieses Wiedersehen?


Die Wiedereröffnung des Demel - Teil 2 - Die Lokalbesuche - Wien, 07.06.2021 - 12.06.2021 

 

Am Montag, 7. Juni ist es endlich so weit. Die Bilder sind mir noch im Kopf, von meiner zweiten Impfung am Vortag. Von der schier endlosen Schlange vor dem Austria Center Vienna, der Wartezeit im Freien, mit Maske und mit den anderen dicht an dicht. Es ist nicht extrem heiß, und kaum bin ich einmal bei den Containern zum Vorweisen meiner Unterlagen, geht alles ganz schnell. Man wird ganz gleich wie fünf Wochen zuvor durch das Gebäude geschleust, bis zum „Pieks, der die Welt bedeutet“. Geschafft! Keine Impfreaktion. Somit steht anderntags meinem Besuch beim Demel nichts mehr im Wege. Wird es wirklich so sein, wie ich es vermutet habe, ist nur der 1. Stock geöffnet? Oder doch auch der Freibereich, wie Fotos im Internet verheißen.

Der Freibereich, komplett im Schatten dank der großflächigen Markise, ist schon vor der eigentlichen Öffnung um 10 Uhr zugänglich. Ich setze mich, desinfiziere meine Hände, mache meinen Impfpass bereit und scanne mit dem Handy den QR-Code zur Gästeregistrierung. Auch wenn ich erst knapp eine Woche zuvor, am 1. Juni, mit den Lokalbesuchen nach dem Lockdown begonnen habe, sind diese Schritte Routine geworden. Nicht zu vergessen das Ablegen der FFP2-Maske beim Betreten des eigenen Tischplatzes und das Aufsetzen beim Verlassen. Durch das Scannen des QR-Codes gelange ich zur Online-Speisekarte. Sei es wie es sei, auf einem Sitzplatz sitzt auch eine Frau, die beim Hochgehen der Rollläden ins Innere verschwindet. Ich bleibe auf meinem Platz. Eine vertraut wirkende Kellnerin alias Demelinerin mit FFP2-Maske kommt an meinen Tisch. Ich kann sie nicht mit Gewissheit identifizieren, wegen der Maske und weil ich sie fast zwei Jahre nicht gesehen hatte. Bestelle mir Beinschinken mit Brot. Lara, so der Name der Demelinerin, kennt mich und weist darauf hin, dass die Speisekarte nun eine andere sei. Es ist für mich seltsam, im Freien zu sitzen unter der schattigen Markise und an diesem Montagvormittag noch fast ganz allein. Nach dem Genuss von Beinschinken und Brot betrete ich das Gebäude erstmals wieder und möchte mit etwas aus der Backstube zum krönenden süßen Teil des Frühstücks kommen. Ich entscheide mich für ein Pain au Chocolat. Hier beim Demel ist es ein schönes Stück größer als in Supermärkten, und man nimmt es sich natürlich auch nicht selbst mit der Zange, sondern muss eben Frau Lara bitten, es zu servieren. Weiter geht es mit Einspänner und Kamillentee, ganz wie in der Vor-Corona-Zeit. Nur dass es da noch eine eigene Frühstückskarte beim bereits ab 8 Uhr morgens geöffneten Demel gab. Ich frage, ob mich von den Angestellten im Innenbereich jemand kennt. Ja. Später kommt zur Demelinerin Lara auch noch die aus Deutschland stammende Christine hinzu. Sie erzählt mir von der Take-away-Zeit und dass der 1. Stock noch geschlossen sei wegen fehlenden Personals. Die Innenbereiche mit Kaiserzimmer und dem Rauchersalon, deren Namen ja bekanntlich nicht mehr Programm sind, sind hingegen geöffnet. Aufgrund des angenehm warmen Wetters, nicht nur der Aerosole wegen, verzichte ich auf einen Besuch des Innenbereichs ausgenommen zum Besuch der Backstube und zum Bezahlen, das eben nur an einer eigens eingerichteten Kasse erfolgt. (Das ist ein bisschen gewöhnungsbedürftig.) Auch Reservierungen sind ja derzeit nicht möglich. Frau Lara, übrigens ursprünglich aus Libyen, nickt. Dieser erste Besuch beim Demel war in der Woche vom 7. Juni nur einer von insgesamt, man lese und staune, acht. Sowohl am 7., 9. und 11. Juni sowie am 12. Juni nahm ich dort Frühstück und Mittagessen ein. Wobei das Frühstück ob der Öffnung um 10 Uhr eben mitten am Vormittag war. Zum Mittagessen beziehungsweise Nachmittagsessen um zirka 14:30 Uhr gab es einmal Gulasch, ein anderes Mal Würstel mit Ei und Saft, einmal Baguette, und einmal, zum Grand Final der Nachhol-Schlemmerserie, Backhendl. Alles ein bisschen anders, aber immer noch top. Über dem Demel weht der Hauch des Historischen – immer noch. Dazu der jetzt etwas anders schmeckende hausgemachte Eistee, die Trinkschokolade oder auch der Kleine Braune. Nicht zu vergessen die klassische Frittatensuppe. In der Pause zwischen den Mahlzeiten gehe ich auf Entdeckungsreise in der zweiten echten Hitzewoche dieses Jahres. Zieht es mich noch am Montag mit der Badener Bahn zur Shopping City Süd, besuche ich am Mittwoch auf einem Rundgang den Volksgarten, den Burggarten, den Resselpark, den Belvederegarten und die Innenstadt mit Kärntner Straße und Graben. Am Freitag gehe ich quer über den Heldenplatz durch das Äußere Burgtor und über den Maria-Theresien-Platz zum Museumsquartier, von dort die Mariahilferstraße, kurz MaHü, zum Westbahnhof um dort Zugtickets zu kaufen. Und dann diesen Weg wieder retour. Wobei ich mich hier auf den letzten Metern beeilen muss, um in keinen Regenguss zu kommen. Ich nehme bei dieser Gelegenheit auch erstmals indoor, im Kaiserzimmer, Platz. Am 11. Juni ist das mein erster Lokalbesuch in einem geschlossenen Raum seit dem 2. November des Vorjahres und der erste in diesem Raum seit dem Tag des 1. Lockdowns, dem 15. März 2020. Ein erhebender Augenblick voller Emotionen. Am Samstag, 12. Juni mache ich bei brütender Hitze einen Spaziergang nordwärts. Über die Herrengasse zum Schottentor, wo ein Spar in die historischen Räumlichkeiten des Creditanstalt-Gebäudes eingezogen ist. Von dort die Währinger Straße nach Norden mit Blick auf die Votivkirche. Und dann vorbei an der Berggasse mit dem Sigmund-Freud-Museum die Boltzmanngasse hin zur Amerikanischen Botschaft. Die ich auch aus größter Entfernung keinesfalls fotografieren darf, wie mir ein Wachmann bei Annäherung mitteilt. Doch die US-Botschaft war ohnehin nicht das Ziel meines Rundgangs. Es war vielmehr die direkt nebenan gelegene berühmte Strudlhofstiege. Ich zeichne das Bergabsteigen mit dem Handy auf. Am unteren Ende der Stiege in der Liechtensteinstraße das Gartenpalais Liechtenstein. Zurück geht es wieder vorbei an der durch Freud berühmten Berggasse zum Ring und zum Haus der Europäischen Union. Die ehemalige Länderbank. Und dann der Verfassungsgerichtshof, zugleich auch Bank Austria Kunstforum im selben Gebäude. In den Schlagzeilen immer wieder seit dem ersten Lockdown. An diesem besonders heißen Tag, an dem ich das Backhendl genieße, „flüchte“ ich aufgrund des Sonnenlichts nochmal hinein. Doch warum? Der heftige Wind hatte die sehr windempfindliche Markise dazu veranlasst, sich einzuziehen. Und da ich nicht in der prallen Sonne sitzen wollte, ging ich noch einmal ins Kaiserzimmer. Wurde bestens bedient, neben Lara und Christine in dieser Woche am Samstag von einer weiteren alten Bekannten, der türkischstämmigen Deutschen Eçe. Und von Frau Reisinger und Frau Sabine die ebenfalls zur „alten Garde“ gehören. Dazu jedoch auch ganz viele noch unbekannte Gesichter von neuen Demelinerinnen, die ich allesamt noch nicht ohne Maske gesehen habe. Alle äußerst nett und freundlich. Es sei aber anzumerken, dass die Atmosphäre legerer geworden ist und ich ein wenig dieses ganz außergewöhnliche, leicht abgehobene Demel-Flair vermisse. Doch dazu mehr in Teil 3 meines Berichtes.


DIE WIEDERERÖFFNUNG DES DEMEL - Teil 3 - Das Resümee - Wien, 14.06.2021

 

Ich hoffe, dass spätestens dann wenn der Tourismus  in die Städte zurückkehrt, auch die internationalen Gäste aus Fernost, den USA et cetera beim Demel wieder Schlange stehen werden.

Wie vor der Pandemie, um dieses Unikat an österreichischer K.u.K. Gastlichkeit nicht nur zu besuchen, sondern in exklusivem Ambiente das traditionelle Flair in sich aufzunehmen.

Dass dann der Demel selbst jenen faszinierenden Charme, den er bis zum Corona-Ausbruch hatte, zu 100% zurückerlangt. Will heißen, das legendäre Große Demelfrühstück im Programm hat genauso wieder wie das klassische Wiener Schnitzel. Und die Öffnung um 8 Uhr morgens, sodass ich die Ruhe vor dem Touristensturm genießen kann und es auch nach einem Frühstück dort noch zum Zug nach Graz um 10 Uhr schaffe. Beziehungsweise zur Gedenkfeier "Kranzniederlegung für die Opfer der NS-Militärjustiz" auf dem Ballhausplatz vor dem Bundeskanzleramt am Nationalfeiertag um 9 Uhr.

Und nicht zu vergessen, der Dresscode für das Personal sollte dem eines, sagen wie ruhig, feierlichen Surroundings wie dem eines Opernhauses entsprechen. Damit man sich voll und ganz in diese einmalige K.u.K. Welt hineinversetzt  fühlen kann, wenn man  den Demel in altbewährter Bestform erlebt.

Das, was im Moment dort geboten wird, ist ein Versuch der Annäherung auf ein Publikum abseits der gewohnten Touristenströme. Das Bemühen, auch die Gelegenheitskaffeetrinker von der Fußgängerzone genannt FuZo,  zu sich zu bringen. Auch all jene, die solche erhabenen geschichtsträchtigen Institutionen nicht unbedingt besuchen würden, da etwas „over the top“ und „zu exklusiv“.

Das verstehe ich voll und ganz und bin auf der Seite des Unternehmens, das diese Strategie verfolgt, bis die Situation sich erholt hat. Deshalb bleibe ich dem Demel auch in dieser herausfordernden Zeit trotz allem treu. Denn er ist immer noch ein legendäres Haus mit einer atemberaubenden Geschichte, einem traumhaften Ambiente, wunderbaren Speisen und dem ausschließlich weiblichen Personal  alias Demelinerinnen die mit ihrer Fürsorglichkeit für eine einzigartige Atmosphäre sorgen.

Echte Konkurrenz kann dem Demel von jetzt nur der Demel von vor der Pandemie machen, mit den oben bereits genannten Upgrades zum derzeitigen Status. Jenen Upgrades, die mich in ihren Bann zogen. Und es hoffentlich auch irgendwann wieder tun werden. Nicht nur ich  wünsche es dem Demel. Und seinen Gästen.