Schneewittchen und die 77 Zwerge — Ein Märchen modern-pointiert neu interpretiert
Text: Lukas Wogrolly; Fotos: Ingo Pertramer (1), Oliver Wolf (1), Werner Kmetitsch (22)
Vorhang auf! Singschul‘ der Oper Graz, Ausschnitt aus „Schneewittchen und die 77 Zwerge“
Schneewittchen und die 77 Zwerge – Sujetfoto, Corina Koller und Kinder der Singschul
Will Frost, Michael Großschädl, Corina Koller, Ted Black, Nikita Ivasechko, Singschul‘ Oper Graz
Will Frost, Michael Großschädl, Corina Koller, Ted Black, Nikita Ivasechko, Singschul‘ Oper Graz
Will Frost, Michael Großschädl, Corina Koller, Ted Black, Nikita Ivasechko, Singschul‘ Oper Graz
Ted Black als Prinz, Corina Koller als Schneewittchen, Michael Großschädl als Richard III und die Singschul‘ der Oper Graz als Zwerge
Nikita Ivasechko, Corina Koller, Michael Großschädl, Ted Black und Singschul‘ der Oper Graz
Michael Großschädl, Will Frost, Ted Black, Corina Koller und die Singschul‘ der Oper Graz
Michael Großschädl, Will Frost, Ted Black, Corina Koller, Singschul‘ Oper Graz
Michael Großschädl als Richard III, Corina Koller als Schneewittchen und die Singschul‘ der Oper Graz
Corina Koller als Schneewittchen und die Singschul‘ der Oper Graz als Zwerge
Corina Koller als Schneewittchen, Michael Großschädl als Richard III und Leah Bedenko als Königin
Vorhang auf! Singschul‘ der Oper Graz, Ausschnitt aus „Schneewittchen und die 77 Zwerge“
Schneewittchen und die 77 Zwerge – Sujetfoto, Corina Koller und Kinder der Singschul
Will Frost, Michael Großschädl, Corina Koller, Ted Black, Nikita Ivasechko, Singschul‘ Oper Graz
Will Frost, Michael Großschädl, Corina Koller, Ted Black, Nikita Ivasechko, Singschul‘ Oper Graz
Will Frost, Michael Großschädl, Corina Koller, Ted Black, Nikita Ivasechko, Singschul‘ Oper Graz
Will Frost als Jäger
Ted Black als Prinz, Corina Koller als Schneewittchen, Michael Großschädl als Richard III und die Singschul‘ der Oper Graz als Zwerge
Singschul‘ der Oper Graz als Zwerge
Nikita Ivasechko, Corina Koller, Michael Großschädl, Ted Black und Singschul‘ der Oper Graz
Nikita Ivasechko als Spiegel und Leah Bedenko als Königin
Nikita Ivasechko als Spiegel und Leah Bedenko als Königin
Nikita Ivasechko als Spiegel und Leah Bedenko als Königin
Michael Großschädl, Will Frost, Ted Black, Corina Koller und die Singschul‘ der Oper Graz
Michael Großschädl, Will Frost, Ted Black, Corina Koller, Singschul‘ Oper Graz
Michael Großschädl als Richard III und Leah Bedenko als Königin
Michael Großschädl als Richard III und Corina Koller als Schneewittchen
Michael Großschädl als Richard III und Corina Koller als Schneewittchen
Michael Großschädl als Richard III, Corina Koller als Schneewittchen und die Singschul‘ der Oper Graz
Leah Bedenko als Königin und Will Frost als Jäger
Corina Koller als Schneewittchen und Michael Großschädl als Richard III
Corina Koller als Schneewittchen und Michael Großschädl als Richard III
Corina Koller als Schneewittchen und die Singschul‘ der Oper Graz als Zwerge
Corina Koller als Schneewittchen, Michael Großschädl als Richard III und Leah Bedenko als Königin
Corina Koller als Schneewittchen, Michael Großschädl als Richard III und die Singschul‘ der Oper Graz als Zwerge
Zugegeben: Nichts gegen eine klassische, also originalgetreue Verarbeitung eines Märchenstoffs. Wie wir sie oft genug erleben, beispielsweise in Engelbert Humperdincks Märchenoper „Hänsel und Gretel“.
Aber: Dass es auch anders geht und man gerade in der heutigen Zeit alte Märchen zeitgenössisch auf die Bühne bringen kann, beweist zum einen die Wiener Volksoper in „Aschenbrödels Traum“, wo das Grimm’sche Märchen nach den Entwürfen eines unvollendeten Balletts von Johann Strauss Sohn als Vorlage dient für eine Geschichte zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, die an Aktualität nichts eingebüßt hat.
Und zum anderen eben die Oper Graz im Familienmusical „Schneewittchen und die 77 Zwerge“.
Beginnen wir gleich einmal beim Titel: Dank den Mädchen und Burschen der Singschul‘ werden aus den 7 Zwergen gleich einmal sage und schreibe 77. Doch das ist bei weitem nicht der einzige Unterschied zur Originalversion der Gebrüder Grimm: Die usbekisch-australische Komponistin Elena Kats-Chernin und die Librettistin Susanne Felicitas Wolf holen den jahrhundertealten Stoff ins Hier und Jetzt. Die böse Stiefmutter tritt beispielsweise unter anderem als Vertreterin innovativer Haushaltsgeräte in Erscheinung. Und auch Likes, Follower und dergleichen spielen eine Rolle. Doch damit nicht genug: Mit dem Zauberkaninchen Richard III., gespielt von Michael Großschedl, fühlen wir uns auch ein bisschen an Alice im Wunderland erinnert und die bunten Kostüme sowie die pointierte Sprache mit den lustigen Songs lassen uns in eine Traumwelt eintauchen. In der natürlich der ursprüngliche Handlungsstrang des Grimmschen Märchens im Großen und Ganzen unangetastet bleibt, siehe böse Stiefmutter, Jäger, Zwerge und natürlich…Schneewittchen. Nicht zu vergessen das grandiose Happy End.
Um nicht zu viel vorwegzunehmen, erspare ich mir weitere Vergleiche zwischen Ursprungsversion und moderner Umsetzung. Nun nur mehr so viel: Alle Darstellenden brillieren in ihren unverwechselbaren, eindrucksvoll auf die Bühne gebrachten Rollen und das Familienmusical ist wirklich wärmstens zu empfehlen.
Noch eine kleine Anmerkung: Ich informierte mich vorab nicht, ob es eine Pause gibt. Als ich, nach einer guten Stunde Spielzeit, schon nicht mehr damit rechnete, sondern mit einem Stück ohne Pause, wurde 20 Minuten unterbrochen. Daher Achtung: Der erste Teil ist mit zirka 60 Minuten in etwa doppelt so lang wie der zweite mit 30 Minuten. Das als kleines Kuriosum, da bezüglich einer Pause keine diesbezügliche Information auf der Homepage der Oper Graz zu finden war.